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Entdecken Sie sächsische Industriekultur an sehenswerten Orten in ganz Sachsen!

Begeben Sie sich auf die Spuren Ihres Lieblingsthemas: von „Architektur“ bis „Zigarettenindustrie“.

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© Punctum / Bertram Kober

Architektur-Route

Entdecken Sie Sachsens vielfältige Industriearchitektur! Fabriken, Verkehrsbauten, Unternehmervillen und Arbeitersiedlungen prägen die sächsische Kulturlandschaft und bieten attraktive Räume für Neues. Die Region verfügt in Deutschland über die…
Architektur-Route

Entdecken Sie Sachsens vielfältige Industriearchitektur!

Fabriken, Verkehrsbauten, Unternehmervillen und Arbeitersiedlungen prägen die sächsische Kulturlandschaft und bieten attraktive Räume für Neues. Die Region verfügt in Deutschland über die meisten Industriedenkmale. Herausragend ist ihre Qualität. Nahezu alle Entwicklungsetappen der Industriearchitektur sind hier überliefert.

Hier finden Sie einen Querschnitt aus über 200 Jahren und allen Bereichen der Industriearchitektur. Von den ersten Spinnmühlen über Gründerzeitbauten hin zu Reformarchitektur, klassischer Moderne und zeitgenössischer Architektur. Begeben Sie sich auf die Spuren bekannter und unbekannter Architekten und Bauherren, die mit ihren Bauten unsere Industriekultur prägen.

© TU Freiberg, Foto: Dr. Udo Seltmann

Bergbau-Route

Die zeitliche Tiefe der sächsischen Industriekultur lässt sich unmittelbar in den zahlreichen technischen Denkmalen, Museen und Schauanlagen des Bergbaus erleben. Darüberhinaus auch anhand der Landschaft, der Tradition der technischen Ausbildung, der…
Bergbau-Route

Die zeitliche Tiefe der sächsischen Industriekultur lässt sich unmittelbar in den zahlreichen technischen Denkmalen, Museen und Schauanlagen des Bergbaus erleben. Darüberhinaus auch anhand der Landschaft, der Tradition der technischen Ausbildung, der Mentalität und Volkskultur.

Der Bergbau im Erzgebirge hat Sachsen als Kulturland geprägt. Unternehmerisches Handeln und Gewerbetradition im Erzgebirgsraum gelten als Startbedingungen für die Entwicklung zum Industrieland Sachsen. Neben dem im 12. Jahrhundert aufgenommenen Silberbergbau etablierte sich mit der arbeitsteiligen Eisengewinnung und -verarbeitung ein weiterer Zweig sächsischer Gewerbetradition. Privatunternehmer betrieben Eisenhütten und Hammerwerke. Technikentwicklung, technische Ausbildung und Wissenschaft gingen hier frühzeitig Hand in Hand. Bereits in der frühen Neuzeit wurde kapitalistisches Know-how zur Finanzierung und Betriebsorganisation der Bergwerke, Hütten und Hammerwerke entwickelt und genutzt.

Identitätsbildend ist der Bergbau im Erzgebirge bis heute, auch wenn er nicht mehr als „Fundament der Gesellschaft“ wahrgenommen wird. Der eingeschlagene Weg der „Montanregion Erzgebirge“ zum Weltkulturerbe wird diese einzigartige Kulturlandschaft und ihr Erbe in ihrer Bedeutung und ihrem touristischen Potential weltweit herausheben.

Der Steinkohlenbergbau in den drei sächsischen Kleinrevieren hingegen gilt als besondere Facette sächsischer Industrie- und Bergbaugeschichte. Seit dem späten 19. Jahrhundert liegt der Schwerpunkt des sächsischen Bergbaus allerdings auf der Braunkohlengewinnung. Damit verbunden ist auch eine unmittelbare Auseinandersetzung der Industriegesellschaft mit landschaftsverändernden Eingriffen und dem Verlust von Kulturlandschaft. Dies trifft in verstärktem Maße auch auf die Uranerzgewinnung im Kalten Krieg zu. Sanierung und Rekultivierung des Uran- und Braunkohlenbergbaus waren ein zentrales Thema der letzten Jahre. Landschaften entstehen derzeit neu und werden zunehmend von der Freizeitgesellschaft genutzt. Auch die Geschichte dieser Landschaften wird als Erbe vermittelt.

© Punctum / Bertram Kober

Eisenbahn-Route

Staunen Sie über Dampfeisenbahnen im Regelbetrieb oder die größte aus Ziegel gemauerte Eisenbahnbrücke der Welt! Sachsens Industriekultur ist eng mit der Verkehrsgeschichte verbunden. Durch seine geographische Lage im Zentrum Europas war es seit dem…
Eisenbahn-Route

Staunen Sie über Dampfeisenbahnen im Regelbetrieb oder die größte aus Ziegel gemauerte Eisenbahnbrücke der Welt!

Sachsens Industriekultur ist eng mit der Verkehrsgeschichte verbunden. Durch seine geographische Lage im Zentrum Europas war es seit dem Mittelalter Transitland und Kreuzungspunkt bedeutender Verkehrswege. Die ersten deutschen Ferneisenbahnlinien wurden hier geschaffen und zum dichtesten Eisenbahnnetz in Mitteleuropa ausgebaut. Entdecken Sie kühne Ingenieurbauten und beeindruckende Bahnhöfe, reisen Sie mit historischen Dampf-, Seil- oder Hängeschwebebahnen.

Buchen Sie aus den Angeboten der Sächsischen Dampfbahn-Route oder entdecken Sie individuell Eisenbahngeschichte in Museen und technischen Denkmälern.

© Zweckverband, Foto: Michael Lange

ERIH in Sachsen

Die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) ist ein Netzwerk der wichtigsten und touristisch attraktivsten Standorte des industriellen Erbes Europas. Das europaweite Routensystem besteht aus Ankerpunkten, Regionalen Routen und Europäischen…
ERIH in Sachsen

Die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) ist ein Netzwerk der wichtigsten und touristisch attraktivsten Standorte des industriellen Erbes Europas. Das europaweite Routensystem besteht aus Ankerpunkten, Regionalen Routen und Europäischen Themenrouten.

Hier finden Sie die sächsischen Standorte der ERIH. Als Ankerpunkte oder  Einzelstandorte verbinden sie die sächsische mit der europäischen Industriekultur. Sie sind zugleich Einstieg in die Sächsische Route der Industriekultur.

Industriekultur in Görlitz

Der Anschluss an die sächsische Staatsbahn und insbesondere die direkte Verbindung nach Berlin ließen Görlitz im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Industriezentrum des Kaiserreiches und der preußischen Provinz Niederschlesien…
Industriekultur in Görlitz

Der Anschluss an die sächsische Staatsbahn und insbesondere die direkte Verbindung nach Berlin ließen Görlitz im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Industriezentrum des Kaiserreiches und der preußischen Provinz Niederschlesien werden. Görlitz gelangte als Industriestadt und Sitz bedeutender Wirtschaftsunternehmen zu Blüte im Industriezeitalter.

 

Görlitz wächst zu einem wichtigen Industriestandort für Streichgarnspinnerei, Fabriken für Tuchwaren, Wollwaren, Halbwollwaren, Baumwollwaren, Leinenwaren, Orleanswaren, Glaswaren, Porzellan, Schamotte, Marmorwaren, Parkettwaren, Spielwaren, Holzstoffwaren, Lederwaren, Seife, Posamenten, Knöpfe, Stahlwaren, Blumenwaren, Eisenbahnwagen, Spiritus, Preßhefen, Stärkezucker, Tabak und Zigarren; Eisengießereien und Maschinenfabriken, Elfenbeinschnitzerei, Holzschnitzerei, Dampfsägemühlen, Furnierschneidereien, Müllerei, Bierbrauerei.

 

In Görlitz widmet sich eine Initiative dem Erbe der Industriekultur. Die Beschäftigung mit der Industriegeschichte und Industriekultur stellt seit vielen Jahren eine Beschäftigung für den Verein und Akteure des Netzwerk Industriekultur Görlitz. Ziel der Initiative in Görlitz ist es, Interesse und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu vermitteln, besonders im Umgang mit der Industriearchitektur und dem Erbe von Görlitz als Industriestadt und Standort von Industrieunternehmen von Weltrang. Das Netzwerk Industriekultur Görlitz und seine Partnereinrichtungen in der Region bieten vielfach spannende Angebote.

© Dachverein Mitteldeutsche Straße der Braunkohle

Mitteldeutsche Straße der Braunkohle

Erleben Sie, wie der Abbau und die Nutzung der Braunkohle seit Mitte des 19. Jahrhunderts unser Leben geprägt haben, welche technischen Leistungen damit verbunden waren und wie sich dadurch unsere Umwelt verändert hat. Die Mitteldeutsche Straße der…
Mitteldeutsche Straße der Braunkohle

Erleben Sie, wie der Abbau und die Nutzung der Braunkohle seit Mitte des 19. Jahrhunderts unser Leben geprägt haben, welche technischen Leistungen damit verbunden waren und wie sich dadurch unsere Umwelt verändert hat.

Die Mitteldeutsche Straße der Braunkohle verläuft mit ihrer Hauptroute im Uhrzeigersinn vom Bergwitzsee bei Kemberg im Norden über Gräfenhainichen, Bitterfeld und Delitzsch nach Leipzig, weiter über Borna und Altenburg, Zeitz und Weißenfels zum Geiseltal und endet in Halle (Saale). Zur Straße der Braunkohle gehören aktuell 70 größere und insgesamt über 200 Bergbau-Sachzeugen vom Bagger bis zum Gedenkstein. Die Route verbindet folgende Themen:

  • Technik/Industriearchitektur (Tagebau-Großgeräte, Kraftwerke, Brikettfabriken, Bahnanlagen)
  • Natur und Landschaft (geologische Aufschlüsse, Naturrefugien)
  • Bildung (Museen, Dauerausstellungen, Lehrpfade, Aussichtspunkte)
  • Siedlung (Archäologie, Bergarbeitersiedlungen, Gedenksteine, Umsiedlung)
  • Sport, Freizeit, Erholung (Wassersport, Camping, Kohlebahn)
  • Wasser (neue Seen, Stauanlagen, verlegte Flüsse, Gewässerverbunde)

Die Braunkohle war ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts für über 100 Jahre die Energiegrundlage des mitteldeutschen Raumes. Sie lieferte die Energie und Wärme für Industrie und Privathaushalte, ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie in Elektrizität umgewandelt. Ihre chemische Zusammensetzung machte sie auch zum Rohstoff für die Herstellung von Leuchtöl, Paraffin, Montanwachs oder synthetischem Benzin. Abbau und Nutzung der Braunkohle haben die Landschaft verändert. Die mitteldeutsche Straße der Braunkohle setzt sich mit dieser noch nicht abgeschlossenen Geschichte auseinander. Sie erschließt eine von Menschen gestaltete Industrielandschaft.

© Musicon Valley, Foto: Bertram Boelkow

Musikinstrumentenbau-Route

Die enge Verbindung zwischen dem Kulturland Sachsen und seiner Industriekultur macht der Musikinstrumentenbau deutlich. Die weit zurückreichende Musiktradition im ganzen Land mit seinen überregional bedeutenden Zentren Leipzig und Dresden machten…
Musikinstrumentenbau-Route

Die enge Verbindung zwischen dem Kulturland Sachsen und seiner Industriekultur macht der Musikinstrumentenbau deutlich. Die weit zurückreichende Musiktradition im ganzen Land mit seinen überregional bedeutenden Zentren Leipzig und Dresden machten Sachsen fast zwangsläufig zu einem Zentrum des Musikinstrumentenbaus. Und zwar für alle Arten von Instrumenten: von der Kirchenorgel, über Klaviere und sämtliche Orchesterinstrumente, bis hin zur Wandergitarre. Aber auch zum Standort einst weltbedeutender Hersteller selbstspielender Musikinstrumente, die bis heute faszinieren.

Das obere Vogtland entwickelte sich zum Zentrum des Instrumentenbaus, das es bis heute ist. Gerade hier ist der Musikinstrumentenbau über das rein Wirtschaftliche hinaus identitätsstiftend. Er prägt Soziokultur, Mentalität und Selbstverständnis der Menschen sowie die regionale Architektur mit typischen Wohn- und Werkstattgebäuden, Fabrikgebäuden, in denen das erste deutsche Saxophon oder das erste „Tatü-Tata“ des Martinshorns erklang, oder den heute denkmalgeschützten Villen der Musikinstrumentenhändler. Neben dem eigentlichen Instrumentenbau hat sich in diesem „Musikwinkel“ ein soziokulturelles Umfeld entwickelt, das im aktiven Musizieren sowie durch Bildung und Forschung wichtige Impulse auf das Handwerk ausübt.

© Museum für Druckkunst

Papier & Druck

Sachsen versteht sich als Medienstandort mit Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert war die Region ein Zentrum des Druckes von Büchern und Flugblättern. Mit einer weltweit einzigartigen Konzentration von Verlagen, Druckereien, Buchbindereien,…
Papier & Druck

Sachsen versteht sich als Medienstandort mit Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert war die Region ein Zentrum des Druckes von Büchern und Flugblättern. Mit einer weltweit einzigartigen Konzentration von Verlagen, Druckereien, Buchbindereien, Buchhändlern und anderen Dienstleistern rund ums Buch entwickelte sich Leipzig zu einem Zentrum deutschsprachiger Verlage. Um 1900 kam jedes fünfte deutsche Buch aus der Messe- und Universitätsstadt, jeder zehnte Leipziger war in dem Gewerbe beschäftigt.

Erbe dieser Entwicklung sind Institutionen wie die Deutsche Nationalbibliothek, die Deutsche Zentralbücherei für Blinde oder die Hochschule für Grafik und Buchkunst als bis heute anerkanntes Zentrum für Buch- und Medienkunst. Die Leipziger Buchmesse gilt als wichtigste Lesermesse im deutschsprachigen Raum. Historische Technik wird in Museen als Teil des Erbes bewahrt. Künstler nutzten heute wieder historische Drucktechniken, bewahren dadurch das Druckhandwerk und entwickeln es weiter.

Sachsen entwickelte sich im 19. Jahrhundert auch zu einem Zentrum der Papierherstellung – insbesondere industrielle Massenpapierfabrikate für Zeitungen und Bücher, aber auch zahlreiche Spezialpapiere, etwa Fotopapier, wurden maßgeblich in sächsischen Unternehmen entwickelt und produziert. Die Erzgebirgsflüsse boten die notwendige Energie und die erforderliche Wasserqualität für die Papiermühlen; der Waldreichtum wurde nach der Einführung des Holzschliffpapiers ab 1856 zum zweiten Standortfaktor. Gegen die erst heute sichtbaren Nebenwirkungen, die allmähliche Selbstzerstörung des seit dem 19. Jahrhundert massenweise hergestellten Papiers – zuerst auf Basis des Holzschliffverfahrens, ab den 1880er Jahren dann verstärkt auf der Grundlage von Zellulose –, wurden wiederum in Sachsen innovative Verfahren zur Papierrestaurierung und Bewahrung eines Teils unseres kulturellen Gedächtnisses entwickelt.

© TMGS

Route der Industriekultur in Sachsen

Entlang der "Route der Industriekultur in Sachsen" wird die einstige Bedeutung Sachsens als wirtschaftlich bedeutende Region in Deutschland erlebbar - ob in lebendigen Museen oder in immer noch aktiven Produktionsstätten. Aus der einstigen Vielfalt…
Route der Industriekultur in Sachsen

Entlang der "Route der Industriekultur in Sachsen" wird die einstige Bedeutung Sachsens als wirtschaftlich bedeutende Region in Deutschland erlebbar - ob in lebendigen Museen oder in immer noch aktiven Produktionsstätten. Aus der einstigen Vielfalt ragen die Branchen Bergbau, Textil, Fahrzeuge & Verkehr, Nahrungs- und Genussmittel, Druck & Papier hervor. Auch weitere Industriezweige sind vertreten, wie auch herausragende Leistungen der Architektur.

Die Route der Industriekultur führt zu lebendigen Zeugen eines goldenen Zeitalters, in dem Sachsen die führende Industrieregion in Deutschland war.

© PUNCTUM / Bertram Kober

Route der Spinnmühlen in Sachsen

Die sächsischen Spinnmühlen zählten zu den ersten modernen Fabriken auf dem europäischen Kontinent. Sie sind bedeutende Bauzeugnisse aus der Zeit der Frühindustrialisierung in Sachsen und ein originärer Beitrag dieser Region für die Entwicklung der…
Route der Spinnmühlen in Sachsen

Die sächsischen Spinnmühlen zählten zu den ersten modernen Fabriken auf dem europäischen Kontinent. Sie sind bedeutende Bauzeugnisse aus der Zeit der Frühindustrialisierung in Sachsen und ein originärer Beitrag dieser Region für die Entwicklung der Fabrikarchitektur.

Das maschinelle Verspinnen von Garn war ein entscheidender Schritt zur industriellen Produktionsweise. Hauptmotive für Unternehmer, gerade hier ihre Fabriken zu errichten, waren die ausgeprägte sächsische Gewerbelandschaft mit ihren bestehenden Textilzentren und die wasserreichen Erzgebirgsflüsse. Diese lieferten die Wasserkraft für den Antrieb der Spinnmaschinen. Genutzt wurden zunächst Technologien und Erfahrungen aus England. Reparatur und Bau der ersten Spinnmaschinen sind die Wurzeln des sächsischen Maschinenbaus.

Ergänzend zur Themenroute Textilindustrie verweist diese Route insbesondere auf die gefährdeten und verlorenen Spinnmühlen. Aber auch durch neue Nutzung erhaltene Bauten werden präsentiert.

© Punctum / Bertram Kober

Route der Zigarettenindustrie

Entdecken Sie Dresden von einer unbekannten Seite. Die Residenzstadt galt Anfang des 20. Jahrhunderts als deutsche „Zigaretten-Hauptstadt“. 1862 gründete Joseph Huppmann hier Deutschlands erste Zigarettenfabrik. Weitere folgten insbesondere in den…
Route der Zigarettenindustrie

Entdecken Sie Dresden von einer unbekannten Seite. Die Residenzstadt galt Anfang des 20. Jahrhunderts als deutsche „Zigaretten-Hauptstadt“. 1862 gründete Joseph Huppmann hier Deutschlands erste Zigarettenfabrik. Weitere folgten insbesondere in den Stadtteilen Striesen und Johannstadt. Die 141 Dresdner Zigarettenfabriken im Jahr 1925 waren nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber für rund 10.000 Beschäftigte in der Stadt, sondern auch Impulsgeber für das Entstehen des Dresdner Verpackungsmaschinenbaus.

© Museum für Druckkunst

Route des immateriellen Kulturerbes

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Es würdigt kreative und inklusive Kulturformen und deren…
Route des immateriellen Kulturerbes

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Es würdigt kreative und inklusive Kulturformen und deren reichen Schatz an Erfahrungswissen. Einige dieser kuturellen Traditionen sind Bestandteil unserer Industriekultur. Entdecken sie diese und die damit verbunden Orte in Sachsen!

Folgende Orte und Initiativen pflegen in unserer Region industriekulturelle Kulturformen wie die Bergparaden, den Blaudruck , den Orgelbau, die Idee und Praxis der Genossenschaften, das Köhlerhandwerk und die Teerschwelerei, die Porzellanmalerei, die Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen sowie den Vogtländischen Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung.

 

© Basaltwerk Baruth

Route zum steinreichen Sachsen

Die geologische Vielfalt Sachsens prägte durch die wirtschaftliche Nutzung auch die Industriekultur. Technische Denkmale, Museen und Schauanlagen vermitteln Bergbaugeschichte der besonderen Art. Schwerpunkte sind die Kaolin-, Kalk- und…
Route zum steinreichen Sachsen

Die geologische Vielfalt Sachsens prägte durch die wirtschaftliche Nutzung auch die Industriekultur. Technische Denkmale, Museen und Schauanlagen vermitteln Bergbaugeschichte der besonderen Art. Schwerpunkte sind die Kaolin-, Kalk- und Hartsteingewinnung.

Begeben Sie sich auf die Spuren der Arbeits- und Lebensbedingungen in Steinbrüchen, Kaolingruben oder Kalkwerken und besuchen sie Ursprungsorte sächsischer Baukultur. Entdecken Sie so den geologischen Reichtum Sachsens aus industriekultureller Perspektive. Erfahren Sie mehr über die mit der Rohstoffgewinnung verbundene Auseinandersetzung der Industriegesellschaft mit landschaftsverändernden Eingriffen.

© Sammlung Höhne, Foto: Günter Höhne

Standorte der Glasstadt Weißwasser

Glas kann bei hoher Temperatur, wie zum Beispiel bei der Eruption eines Vulkans oder bei einem Blitzeinschlag, entstehen. Prägte für lange Zeit Handarbeit das Glasgewerbe, wurde mit der Industriellen Revolution ab Mitte des 19. Jahrhunderts die…
Standorte der Glasstadt Weißwasser

Glas kann bei hoher Temperatur, wie zum Beispiel bei der Eruption eines Vulkans oder bei einem Blitzeinschlag, entstehen. Prägte für lange Zeit Handarbeit das Glasgewerbe, wurde mit der Industriellen Revolution ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Handarbeit zur Industrieproduktion. Das Fundament für die moderne Glastechnologie legten Otto Schott und Ernst Abbe in Jena. Die Erfindung des Wannenofens durch Friedrich Siemens im späten 19. Jahrhundert ermöglichte dann die kontinuierliche Fertigung und den Einsatz von Maschinen. Die Glasindustrie boomte. So auch in Sachsen. Durch die geologischen Gegebenheiten des Muskauer Faltenbogens und dem damit verbundenen Ressourcenreichtum an Braunkohle und Quarzsanden waren die Voraussetzungen in der Region um Weißwasser/Oberlausitz im besonderen Maße gegeben. Weißwasser/O.L. wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit elf Glashütten Europas bedeutendster Standort der Glasindustrie. Die wichtigsten für die industrielle Produktion von Glas benötigten Rohstoffe - feiner Glassand und anfangs Holz, später auch die Braunkohle - konnten direkt vor Ort abgebaut werden. Die 32 Glasbetriebe des Muskauer Faltenbogens (sogar bis zu 47 im nahen Umfeld) zeugen von der Einmaligkeit der Nutzung dieser natürlichen Ressourcen.

Der große wirtschaftliche Erfolg der Glasproduktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog bekannte Bauhausgrößen wie Wilhelm Wagenfeld und Ernst Neufert in die Region. 1935 übernimmt Prof. Wilhelm Wagenfeld die Position des künstlerischen Leiters der Vereinigten Lausitzer Glaswerke (VLG). Unter seiner Leitung entsteht bis 1946 ein neues, modernes und umfangreiches Glassortiment, welches allerhöchsten Qualitätsansprüchen gerecht und fortan unter der Qualitätsmarke „Rautenmarke“ vermarktet wird. Prof. Wilhelm Wagenfeld profilierte sich in seiner VLG-Zeit in Weißwasser zu dem Glasgestalter des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Das Wirken der Bauhäusler in der Region ist noch heute durch Bauten im Stil der Moderne und Neuen Sachlichkeit zu sehen. 

© Esche-Museum

Textil-Route

Zwischen Zittau und Plauen können Sie alle Facetten der Textilindustrie erleben: Von der Damast-, Band- und Tuchweberei bis zur Stickerei vermitteln Museen, technische Denkmale und Bauzeugnisse Wissen und Geschichten aus dieser gerade für Sachsen…
Textil-Route

Zwischen Zittau und Plauen können Sie alle Facetten der Textilindustrie erleben: Von der Damast-, Band- und Tuchweberei bis zur Stickerei vermitteln Museen, technische Denkmale und Bauzeugnisse Wissen und Geschichten aus dieser gerade für Sachsen einst so bedeutenden Branche. Die Textilindustrie leitete nicht nur die Industrialisierung in Sachsen ein, sie war in einigen Landesteilen bis in die 1980er Jahre strukturbestimmend.

Traditionelle sächsische Textilregionen sind die Oberlausitz, die Region Chemnitz, das „Textildreieck“ Crimmitschau-Meerane-Glauchau, das Erzgebirge und das Vogtland. Hier konzentrierten sich bereits im vorindustriellen Zeitalter eine breite handwerkliche Garn- und Tuchherstellung, die Posamentenherstellung und die Stickerei. Aufbauend auf dieser Gewerbetradition entwickelte sich die Textilherstellung zur Industrie.

Sachsens erste Fabriken waren Spinnereien, ihre Palastarchitektur gilt als eigenständiger Beitrag zur Entwicklung der Fabrikarchitektur. Im 19. Jahrhundert etablierte sich eine äußerst vielseitige Textilindustrie, deren Bedarf an Maschinen den sächsischen Maschinenbau mit begründete.

Vom wirtschaftlichen Strukturwandel nach 1990 war die Textilindustrie am stärksten betroffen: Zwischen 1989 und 1992 sank die Zahl der Beschäftigten von rund 300.000 auf unter 50.000. Trotz dieses für viele Menschen traumatischen Einschnitts blickt die Textilindustrie heute auf einen durchaus erfolgreichen Strukturwandel zurück. Gegenwärtig sind in Sachsen schätzungsweise rund 16.000 Arbeitnehmer in 254 Textil- und Bekleidungsunternehmen (Stand 2016) beschäftigt. Sächsische Hersteller sind in innovativen Nischen etabliert. Sie stellen höherwertige Textilien und Bekleidung sowie schwerpunktmäßig technische Textilien her.

Die in der Region vorhandene Tradition in verschiedenen, zum Teil historischen, Technologien ist heute gerade im Bereich der technischen Textilien häufig Inspiration für Innovationen.

© PUNCTUM / Bertram Kober

Zukunftsraum Industriebau-Route

Das Aktionsnetzwerk „Zukunftsraum Industriebau“ rückt Areale der sächsischen Industriekultur wieder in den Fokus der Stadtentwicklung. Erklärtes Ziel ist es, auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnittene Lösungen zur Umnutzung des industriekulturellen…
Zukunftsraum Industriebau-Route

Das Aktionsnetzwerk „Zukunftsraum Industriebau“ rückt Areale der sächsischen Industriekultur wieder in den Fokus der Stadtentwicklung. Erklärtes Ziel ist es, auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnittene Lösungen zur Umnutzung des industriekulturellen Erbes zu finden.

Wir informieren Sie hier über Beispiele aus dem gesamten Spektrum: von Konzept gesucht, über Konzept bereits gefunden, bis hin zu erfolgreich umgesetzten Konzepten. Informieren Sie sich über Ansätze, Ideen und Handwerkszeug.