Querbahnsteig
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Hauptbahnhof Leipzig

Willy-Brandt-Platz 7
04109 Leipzig

Der Leipziger Hauptbahnhof gilt als einer der weltweit größten Personenbahnhöfe und als Herz des Verkehrszentrums Leipzig.

Das heutige Bahnhofsareal teilten sich einst vier Bahnhöfe. Nach Inbetriebnahme der ersten deutschen Ferneisenbahnstrecke und des Dresdner Bahnhofs (gebaut 1837–1839) entstanden in Sichtweite zueinander noch der Magdeburger, der Thüringer und der Berliner Bahnhof. Das rasant wachsende Verkehrsaufkommen, die zunehmende Vereinheitlichung der Eisenbahnstruktur und das umständliche Umsteigen zwischen den Bahnhöfen erforderten Ende des 19. Jahrhunderts einen zeitgemäßen Bahnhofsneubau.

Das Besondere an der Planung und am Bau des Leipziger Hauptbahnhofes war, dass hier bis 1920 zwei Eisenbahnverwaltungen, die sächsische und die preußische, unter einem Dach zusammengefasst werden mussten. Die Räumlichkeiten für die Verwaltungen und die Serviceeinrichtungen wurden daher doppelt angelegt. Dies ist mit ein Grund für die Dimension des Bahnhofes, dessen Straßenfassade eine Beite von knapp 300 Metern misst. Nicht weniger eindrucksvoll sind die beiden Eingangshallen sowie die Querbahnsteighalle, letztere ist 270 Meter lang, 33 Meter breit und 27 Meter hoch.

Im Zuge einer umfangreichen Sanierung zwischen 1995 und 1997 wurde der Querbahnsteig für den Einbau einer zweietagigen Einkaufspassage geöffnet. Der letzte größere Eingriff war der Bau des City-Tunnels (Eröffnung Ende 2013), dessen zwei Gleise zum Bayerischen Bahnhof in Leipzig unterirdisch verlaufen. Im so ausgebauten Eisenbahnknoten überschneiden sich nun z.B. die ICE-Strecken Frankfurt (Main)–Dresden und Berlin–München mit dem mitteldeutschen S-Bahn-Netz.